Weg
About Mademoiselle-Chaos' Mind







In Krawall- Laune

Heute entbrannte in der Uni eine heiße Diskussion, nämlich folgende:

"Haben Studenten- Muttis einen Bonus anderen Studenten gegenüber?"

Und meine Antwort ist klar, nämlich JA!

Bevor das Geschrei jetzt losgeht, ich habe nichts gegen Mütter, die studieren, ich habe nur etwas gegen Mütter, die meinen sie würden generelle, unausgesprochene Sonderrechte genießen.

Es ereignete sich zu der Zeit, da ich im dritten Semster an der RUB studierte, da ich vernahm, dass eine Mutter mehrfach in einer Übung fehlte, weil "ihr Kind Ohrenschmerzen hat", "sie keinen Babysitter hat", "es einfach nachts nicht schlafen wollte und sie wach hielt".

Dazu möchte ich sagen, dass es uns erlaubt ist 2mal im Semster einer Veranstaltung fern zu bleiben, egal aus welchen Gründen (Krankheit, Hochzeit, Verschlafen, Beerdigung....was auch immer) Ob entschuldigt oder auch nicht, das ist vollkommen egal.

Zurück zu Mutti.

Diese Frau fehlte das fünfte mal in Folge bei einer Übung, die morgens von 8Uhr bis 10Uhr statt findet, eine durchaus ekelhafte Zeit. Sie schrieb während dieser Zeit keine Mail, um sich zu entschuldigen, oder besorgte sich den Stoff, den wir bearbeitet haben, bei Studifreunden aus dem Seminar.

Sie ging zu dem Dozenten und sagte: Entschuldigung, dass ich fünf Wochen gefehlt habe, aber mein Kind war krank und manchmal habe ich keinen Babysitter gefunden.

Darauf bot der Dozent ihr doch tatsächlich, ohne mit der Wimper zu zucken und ohne zusätzlichen Leistungsnachweis an, sich in die Liste für die letzten fünf Wochen nachzutragen. Meiner Meinung nach ist das Betrug.

Ich finde allein ein Kind zu haben ist keine Entschuldigung dem Unterricht fern zu bleiben, zumal die eben Erwähnte einen arbeitslosen Mann zu hause hocke hat.

Gesetz dem Fall man äußert seine Meinung in solchen Situationen wird man meistens mit den Worten angefaucht: "Leb du mal für eine Woche mein Leben mit Ehemann, Kind und Haushalt!".

Im Prinzip kann ich über sowas nur müde lächeln, denn:

a) Ist es meine Entscheidung, wann ich vorhabe mich zu reproduzieren, heute kann man das zum Glück ja selbst kontrollieren.

b) Komme ich regelmäßig zur Uni und arbeite noch nebenher.

c) Habe ich nicht beschlossen mich zu vermehren, um nicht zu wissen, wie ich mein Kind unterbringe, wenn ich studiere.

d) Finanziere ich das Studium dieser "Ausreden- Muttis", denn sobald man geworfen hat zahlt man nämlich auch keine Studiengebühren mehr.

Tja, Schwafel- Muttis, wenn ihr das nächte mal meint der Uni fern zu bleiben, weil euer Kind euch wieder mal mit dem "Faulfieber" angesteckt hat (das bricht häufig Montags, Freitags und nach längeren Freistundenblöcken aus) möchte ich nicht nur eine zusammengestammelte Entschuldigung beim Dozenten, sondern auch eine bei jedem Komillitonen, der euch auf dem Flur entgegenläuft dafür, dass er euer Studium finanziert, das ihr mit solchen Aktionen unnötig in die Länge zieht!

Ausgenommen bei meiner eben doch sehr bissigen Kritik sind Mütter, die sich nicht nur für ihre Familie einsetzen, sondern auch ihr Studium ernst nehmen und sich nicht darauf ausruhen, dass andere sie finanzieren!

Vor diesen Frauen habe ich wirklich Respekt.

18.12.08 20:30


Jammer-Generation

Ja wohl, so ist es.

Wir sind eine Jammer-Generation, ich will mich davon auch gar nicht freisprechen, aber ich möchte wohl mal darüber sprechen!

Mir ist aufgefallen, dass die größten Jammerlappen die meiste Aufmerksamkeit bekommen, daneben steht der echte Alltagsheld und Lebenskünstler vollkommen im Schatten der Mimosen.

Es ist doch so: Mittlerweile ist man genau dann up to date, wenn man angeblich schwer depressiv ist, natürlich geht man nicht zu einem Psychologen, der würde einem ja sagen, dass es kein Grund ist sich das Leben zu nehmen oder zumindest allen anderen auf den Sack zu gehen, wenn man gerade mal keinen hat, der einem unter sein neu hochgeladenes Myspace Bild einen super tollen, nichts sagenden Kommentar schreibt.

Es ist auch total im Trend mit seiner angeblich so schlimmen Welt wieder bei Freunden auf zu tauchen, die man jahrelang keines Blickes gewürdigt hat. Ja klar, natürlich interessiert mich der ganze Dreck, du warst ja in letzter Zeit auch da, wenn es mir schlecht ging. Also setzen wir dahinter einen Haken mit der Bedeutung: Das ist mir so egal, genauso wie wenn ich China ein ganzer LKW voll Reissäcke umkippt."

Was ich damit sagen will ist nicht, dass mir ander Leute Probeme egal sind, und auch nicht, dass ich nicht verstehen kann, dass Problemempfinden subjektiv ist, sondern, dass man sich mal überlegen sollte, ob es etwas gibt mit dem man sich vielleicht erstmal selbst aus der Situation retten kann.

Außerdem sollte man mal überlegen bei wem man jammert. Tut man es bei einem Freund, dem man genauso zu hören würde, wie man es gerade von ihm verlangt oder ist man einfach nur ein abgefuckter Egoist, der seine Probleme auf andere abwälzen will, um sich damit nicht mehr zu beschäftigen, oder veruscht man vielleicht einfach nur mit ein bisschen "ich bin ja ein so kaputter Mensch" in das Leben eines anderen zu platzen?

Ja, wenn man sich mit diesen Fragen beschäftigt, dann kann man auch gerne zu mir kommen und reden, aber nicht, wenn man seinen Frust nach Jahren in denen ich nicht wichtig war einfach nur bei mir abladen will, um sich danach wieder zu verpissen.

 

Beste Grüße

Mademoiselle-Chaos

 

17.12.08 19:55


Geschenkerausch und andere Gruseligkeiten

Advent, Advent mein Hirn das brennt...

Ja, so ging es mir die letzten Tage auf Grund des Drucks meine Lieben an Weihnachten zu beschenken und dabei hat man ja nicht nur den Druck irgendwas zu kaufen, es soll ja ein ganz besonderes Irgendwas sein, eins, das beweist, dass man sich Gedanken gemacht hat und das zeigt, dass man die Person, die beschenkt wird kennt und lieb hat und natürlich, dass man weiß, was genau das Irgendwas ist, das sie vervollständigt...

Puh, das nenne ich Leistungsdruck pur.

Dann habe ich mir heute den Liebsten geschnappt, sein Geschenk habe ich ja zum Glück schon vor ein paar Tagen gefunden, und bin mit Ihm in die City gefahren.

An und für sich ein schönes Erlebnis, er musste auch in meinen Lieblingsladen, der von seiner Aufmachung her schreit "Ich bin eine rosa rote Glitzer-Prinzessin mit Zuckerguss oben drauf"...

Naja, er hat sich für einen hetero sexuellen Mann sehr gut geschlagen haben wir beide nachher in der Mayerschen beschlossen.

Zurück zum Leistungsdruck:

Ich war wie schon erwähnt in den letzten Tagen vollkommen in Gedanken, wie ich meine Lieben glücklich machen kann und mir fiel natürlich nichts ein, aber Leute, was ich euch sagen will ist, dass als ich in der Stadt gemütlich durch die Läden schlenderte und mir vorstellte mit jeder einzelnen Person gerade einen Kaffee zu trinken, die ich beschenken möchte, kamen die Ideen irgendwie von ganz alleine und ich wusste direkt, wenn ich etwas gesehen habe go oder nogo.

Also gebe ich heute mal einen Rat an meine Leser:

Easy going, alles wird gut, oder auch lasst es einfach auf euch zu kommen, nehmt einen lieben Menschen als geistigen Beistand mit und versucht den Bummel zu genießen und euch selbst nicht unter Druck zu setzen, dann gehts von ganz allein!!

Ich wünsche euch eine unhektische, also quasi entspannte Vorweihnachtszeit

16.12.08 21:41


Vergangenheit vs Gegenwart

Heute habe ich wiedermal schmerzlich bemerken müssen, dass das scheinbare Talent, Erinnerungen, Wünsche und Enttäuschungen sehr schnell in eine dunkle Kiste zu verpacken eigentlich gar kein Talent ist, sondern eher ein Fluch.

Nichts ahnend geht man durch den Tag und da ist der Duft, der Klang oder das Bild, dass die Kiste der Pandora öffnet und die dunklen Schatten der Vergangenheit wieder zu Tage fördert.

Und dann sieht man diese schmutzigen und angsteinflößenden Dämonen in voller Lebensgröße vor sich stehen, sie legen ihre riesigen Hände um deinen Hals und schnüren dir die Kehle zu, du willst schreien oder weinen, weglaufen oder irgendwas tun, damit das Spektakel ein Ende hat, aber so einfach ist das nicht.

Du schaust diesem Moloch aus Angst und Verrat tief in die giftigen Augen und siehst dich selbst, wie du dich windest und wie jämmerlich du versuchst zu fliehen.

Allein diese erbärmliche Reaktion auf die alten Schatten lassen dich noch kleiner erscheinen, aber das aller schlimmste ist es doch, dass man weiß, dass diese dunklen Riesen nur dann verschwinden, wenn man alle Fenster aufstößt und das Licht der Reflektierung auf sie fallen lässt.

Aber dann würde man ja das ganze Elend auf einmal sehen und manchmal ist die Angst vor der Vergangenheit und der Wahrheit der schlimmste aller Flüche.

15.12.08 16:00


...

Wie eingeschränkt man doch ist, wenn man seinen rechten Arm nicht bewegen kann...

So macht das alles keinen Spaß und ich werde mich in mein Bettchen legen und hoffen, dass es morgen besser ist.

 Liebste Grüße, aber ich hab das Gefühl das hier liest eh keiner...

10.12.08 18:43


Ich habe euch ja gewarnt

Heute kommen wir zu einem "die Welt ist doch manchmal ein bisschen geordnet und nett"- Eintrag. Es war ein ruhiger Samstag mit ein paar Hausarbeiten, staubsaugen, fernsehen, einem Kurzbesuch bei seinen Eltern und wieder chillen.

Manchmal ist es wirklich klasse einfach mal nichts weltbewegendes vor der Brust zu haben, kann ich euch sagen. Aber ich glaube das ist das Alter, was so langsam an meine Tür klopft.^^

Vor einem Jahr noch, währe es eine Horrorvorstellung an einem Samstagabend nicht in irgend einem Club zu sein, die laute Musik zu hören und neue Menschen kennen zu lernen.

Heute weiß ich, dass die Leute, die ich ohnehin habe mir ausreichen. Lieber einen guten Freund, als 20 Bekannte. Tja, und jetzt sitze ich mit meinem Laptop auf seiner Couch, schaue fern, beschäftige mich gleich mit den kleinen Terroristen und bin einfach nur ein bisschen glücklich.

Das reicht mir auch für heute und allein diese Erkenntnis hat schon etwas befriedigendes

Was jetzt allerdings nicht heißt, dass ich nie wieder auf die Piste möchte... Es heißt eher, dass Party eine willkommene Abwechslung geworden ist, und nicht mein ganzes Leben bestimmt.

Ich verbleibe wie immer mit bestem Gruß

Mademoiselle-Chaos

7.12.08 01:13


Geiz ist geil oder mehr als ein Vierzigstel Aufmerksamkeit

Wir sind in einer Zeit berufstätig, in der es nicht mehr darauf ankommt einen meisterlich geschreinterten, schön mit geschnitzen Verzierungen geschmückten Tisch her zu stellen.

Wir leben auch nicht mehr in einer Zeit, in der man in einen Laden geht und etwas sucht und einem gleich ein netter, gut informierter Verkäufer, mit einem ernsthaft erfreuten Lächeln entgegen kommt.

Wir leben eben nicht mehr in einer Welt in der es auf emotionale und ausgebildete Qulitäten ankommt.

"Geiz ist geil" ist die Devise.

Meiner Meinung nach ist das scheinbar eine Lebenseinstellung, die nicht nur auf unser Konsumverhalten gemünst ist.

Nehmen wir das Beispiel Beziehung. Die allgemeine Beziehung wird mehr und mehr zum Wegwerfartikel. Ist der Akku leer, wird er nicht wieder aufgeladen, sondern man schmeißt alles zusammen in den Müll- Es gibt ja genug Nachschub. Der läuft nicht nur frei in der Stadt herum, sondern wird uns auch im Fernsehen bei Bauer sucht Frau, Herzblatt, und wie viele Couple-Shows es sonst noch gibt, versprochen.

Natürlich kann man auch alles was das Herz oder vielleicht auch ehrlichwerweise doch nur der Unterleib begehrt, im Internet finden, ganz anonym, ohne jegliche Verpflichtung und Qualität, eben portionierte Zuneigung to go, und wenn sie leer ist- Weg damit!

Ein weiterer Teilaspekt, der auch von unserer "Geiz ist geil"-Philosophie geprägt ist, ist die Bildung. "Mehr Bildung für unsere armen, dummen Kinder", schreit die Politik. Allerdings frage ich mich, wie hoch die Qualität der Erziehung einer/ eines Eineuro- Jobbers/ Jobberin ist, die in einem Kindergarten eingesetzt wird. Und wie viel lernt ein Jugendlicher in einer Klasse mit 39 weiteren Kindern?- Mit meinem mathematisch begrenzten Wissen kann ich sagen, dass jedes Kind ein Vierzigstel Lehreraufmerksamkeit in dieser Klasse bekommt.

Und mal ganz im ernst, reicht ein Vierzigstel Aufmerksamkeit, um ein Problem, oder eine Nachfrage zu klären? Oder reicht es, damit der Lehrer feststellen kann, dass es dem Schüler oder der Schülerin privat nicht gut geht und kann er ihm/ ihr denn auch helfen, wenn er es denn bemerken sollte oder wird man dann den anderen 39 Kindern nicht mehr gerecht?!

Ich habe viele Fragen in den Raum gestellt, die ich mir alle selbst beantwortet habe und es ist eine traurige Bilanz.

 

Ich verbleibe mit bestem Gruß

Mademoiselle-Chaos

 

5.12.08 21:57


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